New York: Liz wird verführt und langsam in SM-Spiele eingeweiht. Ein Film voller Sinnlichkeit und erregender Szenen. John ist unnahbar und geht jedes Mal einen Schritt weiter...
Beurteilung: 8.1 (0-10)
Liz ist eine flotte und charmante junge Kunstgaleristin. John ist ein Mann mit Geld und treibt unklare Börsengeschäfte. Beide sind sie Single in New York und beide haben sie Lust auf eine Affäre. Im hektischen Stadtleben und schönen Aufnahmen von Chinatown und dem Treiben in den Straßen begegnen sie einander und macht John Liz den Hof mit unerwarteten Geschenken. Er weiß genau, wie er sie reizen kann und sie geht mit wild klopfendem Herz darin auf.
Der Film zeigt, wie er Liz langsam erzieht und in ein Spiel von Aufregung und Sinnlichkeit mitreißt. Jedes Mal versucht John neue Gefahren und Ängste einzubauen und geht immer weiter. Zu Anfang lässt er sie mit dem Riesenrad fahren, hält das Rad, als es oben ankommt an und lässt sie sitzen. Später verbindet er ihr die Augen und überrascht sie mit Leckereien. Als Nachtisch gibt er ihr eine spanische Pfefferschote. Liz, die noch nicht sehr viel Erfahrung mit dieser Art von Spielchen hat, entdeckt, dass das sie Unbekannte und das leichte Gefühl von Angst erregen. John geht immer einen Schritt weiter mit seinen Spielchen, die langsam SM-Züge erhalten. Jedes Mal testet er ihre Grenzen, die sie erregt verlegt, bis er ihr zu weit geht und sie die Regie selbst übernimmt.
Ein Klassiker unter den erotischen Spielfilmen, dennoch immer noch von dieser Zeit. Frische und sprudelnde Verfilmung mit wundervollen Stimmungsbildern von New York. Voller erregender erotischer Szenen mit einem Hauch von SM. Kim Basinger spielt Liz, eine etwas naiv geratene Galeristin. Mickey Rourke spielt John, einen kühlen und unnahbaren Börsenmakler, der Liz verführt und sie langsam in ein erotisches Spiel mitreißt, das immer stärkere SM-Züge bekommt. Der Charakter, den Rourke verkörpert, sollte geheimnisvoll und sehr stilvoll sein, aber eigentlich kommt er wie ein Möchte-gern-cooler-Typ rüber, der versucht, alles nur nach seinem Sinn durchzuführen. Es fehlt ihm jeglichen Anklang an Gefühl oder Emotion, was dem Film einen etwas unangenehmen Nachgeschmack verleiht.
Kategorie: erotischer Spielfilm
Regie: Adrian Lyne, USA 1986
Beurteilung: 8.1 (0-10)
Reaktion einer Besucherin:
Der Film war absolut gut, er eignet sich gut als leicht erotischer Film. Es gibt ein paar sehr schöne Szenen (unter anderem eine wunderschöne Selbstbefriedigungsszene von ihr) und Geschlechtsteile werden nicht direkt gezeigt. Die suggestive Wirkung tut auch viel... Spannung gibt es immer, obwohl die Geschichte manchmal ziemlich unzusammenhängend ist.
Es heißt, der Film handele von einer SM-Beziehung, aber persönlich finde ich das sehr weit her geholt und nicht gut umgesetzt. Ich habe mich sogar darüber geärgert. Der Film hat zwar einen Hauch dieser Leidenschaft, aber die weibliche Darstellerin (nach der schauspielerischen Qualität beurteilt) gar nicht und sie reagiert vollkommen falsch darauf. Der Film zeigt absolut nicht korrekt, was eine BDSM-Beziehung in Wirklichkeit sein kann. An sich ist dies nicht falsch, aber der Text auf dem Rückentext verspricht etwas anderes...
Wenn man diese Tatsache außer Acht lässt, hat uns der Film aber doch gefallen. Erotische Erregung haben wir beide jedoch nicht verspürt.
Orchid
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