Kunst, Fantasie und Sex sind hier in einem Film zusammengebracht. Sogar wenn der Film einen nicht erregen sollte, ist er gut für ein gelungenes Filmerlebnis. Vor allem Liebhaber experimenteller Filme werden hier auf ihre Kosten kommen.
Beurteilung: 7.0 (0-10)
Nach ‘Sex und Latex’, das Michael Ninns Meisterwerk zu sein scheint, hat er Shock produziert, ein besonderer erotischer Kraftakt wie nur Ninn ihn machen konnte. Genau wie in Latex, tauchen wir in eine merkwürdige und schockierende Welt ein, in der Wahnsinn und Sex dominieren. Die Geschichte spielt in einer psychiatrischen Klinik, in der der Patient Johny in einer von sexuellen Fantasien dominierten Traumwelt lebt. Durch die extreme Elektroschocktherapie werden seine Fantasien und innerlichen Bilder immer stärker. Die kunstvollen Bilder sind oft in schwarz/weiß mit einigen Farbelementen wiedergegeben. Eine Frau, die Marilyn Monroe ähnlich sieht, wird in schwarz/weiß, der Dildo, mit dem sie sich selbst befriedigt, dagegen in fluoreszierendem Rosa wiedergegeben. Marmorskulpturen werden lebendig und verführen eine Frau. Die Story ist hier nicht das wichtigste, es sind vor allem die fantasievollen Darstellungen, die anregend sind und die der eigenen Fantasie viel Spielraum lassen.
Dieser Film ist eines der besten Beispiele für einen Pornofilm mit Kunstcharakter. Kunst, Fantasie und Sex kommen hier zusammen. Sogar wenn der Film einen nicht erregt, ist es ein Erlebnis, sich diesen Film anzusehen. Vor allem wenn man experimentelle Filme mag, wird er gut sein für einen spannenden Abend. Das hat auf jeden Fall für uns gestimmt. Wenn Sex und Kunst sich treffen, entsteht ‚Shock’. Kurz: Ein wirklich empfehlenswerter Film.
Regie: Michael Ninn, USA 1996
Beurteilung: 7.0 (0-10)
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